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ecdsa.com

SSH (Secure Shell)

Das Protokoll nach RFC 4251–4254 für authentifizierte, verschlüsselte Fernanmeldung, Befehlsausführung, Dateiübertragung und Portweiterleitung, bei dem sich der Server mit einem Hostschlüssel ausweist und Benutzer sich mit Schlüsseln, Zertifikaten oder Passwörtern authentifizieren.
Auch geschrieben alsSecure ShellOpenSSHSSH protocol

Eine Verbindung durchläuft zuerst die Transportschicht (Schlüsselaustausch, Signatur mit dem Hostschlüssel des Servers, Verschlüsselung), dann die Benutzerauthentifizierung, dann gemultiplexte Kanäle. Die Namen der Schlüsselaustauschverfahren beschreiben das eingesetzte Hybridverfahren, etwa mlkem768x25519-sha256 (Standard in OpenSSH seit 10.0), sntrup761x25519-sha512 oder curve25519-sha256; als Verschlüsselungsverfahren dienen AEADs wie chacha20-poly1305@openssh.com und aes256-gcm@openssh.com.

Schlüsseltypen: ssh-ed25519, ecdsa-sha2-nistp256, rsa-sha2-256 und rsa-sha2-512 (RSA-Schlüssel, die mit SHA-2 signieren; die SHA-1-Signatur ssh-rsa ist seit OpenSSH 8.8 standardmäßig deaktiviert), FIDO-gestützte sk-ssh-ed25519@openssh.com und sk-ecdsa-sha2-nistp256@openssh.com sowie Zertifikate. DSA wurde in OpenSSH 10.0 entfernt. OpenSSH 10.4 (Juli 2026) hat eine experimentelle Composite-Signatur aus ML-DSA-44 und Ed25519 eingeführt, die standardmäßig deaktiviert ist.

Standardmäßig gilt Vertrauen beim ersten Kontakt (Trust on First Use): Der Client speichert den Hostschlüssel bei der ersten Verbindung in known_hosts und warnt unübersehbar, wenn sich der Schlüssel ändert. In größeren Serverflotten ersetzen SSH-Zertifikate oder SSHFP-Einträge im DNS diesen Vertrauensvorschuss. Das SSH-Server-Audit prüft, welche Algorithmen ein Server anbietet.

Standards und Quellen

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