Bei der Schlüsselerzeugung wird ein 32-Byte-Seed mit SHA-512 gehasht: Die erste Hälfte ergibt nach dem Clamping den geheimen Skalar, die zweite das Präfix für die Nonce. Der öffentliche Schlüssel ist die 32 Byte lange Little-Endian-Kodierung der y-Koordinate eines Punkts, deren oberstes Bit das Vorzeichen von x trägt, und eine Signatur ist R ‖ S mit 64 Byte. APIs verstehen unter „privater Schlüssel“ Unterschiedliches: den 32-Byte-Seed (RFC 8032, PKCS #8 nach RFC 8410) oder 64 Byte aus Seed und anschließendem öffentlichem Schlüssel (NaCl, libsodium, ed25519.PrivateKey in Go) – eine häufige Quelle von Konvertierungsfehlern.
Kennungen: OID 1.3.101.112 ohne Algorithmusparameter (RFC 8410); in JOSE kty OKP, crv Ed25519 (RFC 8037) und alg Ed25519 (RFC 9864, ersetzt das polymorphe EdDSA); COSE −19 (und das ältere −8); TLS 1.3 ed25519 (0x0807); SSH ssh-ed25519 (RFC 8709); native OpenPGP-v6-Schlüssel (RFC 9580). WebCrypto unterstützt Ed25519 ab Firefox 129, Safari 17 und Chrome 137.
Auf einem Kern eines Apple M4 Max schafft OpenSSL 3.6.5 etwa 59.800 Ed25519-Signaturen und 24.900 Prüfungen pro Sekunde. FIPS 186-5 lässt Ed25519 zu. Bei gezielt konstruierten Grenzfällen (Punkte kleiner Ordnung, nicht kanonische Kodierungen, Prüfung mit oder ohne Kofaktor) verhalten sich Bibliotheken unterschiedlich; das zählt nur dort, wo sich viele Parteien über die Gültigkeit einig sein müssen.
Im Vergleich zu ECDSA braucht Ed25519 beim Signieren keinen Zufall, kennt keine High-S-Variante und nutzt vollständige Additionsformeln. Die größte Lücke ist die Hardware: Apples Secure Enclave sowie viele Smartcards und HSMs bieten nur P-256, deshalb nutzen Passkeys und gerätegebundene Schlüssel meist ECDSA.