RFC 7515 §4.1.6 schreibt für jedes Zertifikat Standard-base64 mit Padding vor, anders als bei jedem anderen JOSE-Wert, und daran scheitern Parser immer wieder. Verwandte Parameter sind x5t (SHA-1-Thumbprint des Zertifikats) und x5t#S256 (SHA-256) sowie x5u, eine URL, von der die Kette abgerufen wird.
Eine Kette im Header des Tokens beweist für sich genommen nichts: Jeder kann ein selbstsigniertes Zertifikat anhängen. Der Verifizierer muss die Kette bis zu einem Vertrauensanker seiner Wahl validieren, Identität und Verwendungszweck des Zertifikats prüfen und erst dann den Schlüssel verwenden. Systeme, die ohne Pfadvalidierung gegen das eingebettete Zertifikat prüften, erwiesen sich als fälschbar. Legitim ist der Einsatz etwa in den Payloads der Geräte-Attestierung von Apple und Google und bei europäischen Signaturen im eIDAS-Umfeld, bei denen die Prüfung anhand von Vertrauenslisten Teil des Protokolls ist.