Das W3C Verifiable Credentials Data Model 2.0 (W3C-Empfehlung, 15. Mai 2025) definiert ein JSON-LD-Datenmodell (issuer, credentialSubject, validFrom, credentialStatus), das entweder mit Integritätsnachweisen (Data Integrity Proofs) oder mit JOSE- und COSE-Umschlägen (VC-JOSE-COSE) gesichert wird. Parallel dazu sind das IETF-Format SD-JWT VC und ISO mdoc die Formate, die die EU-Wallet für die digitale Identität (EUDI-Wallet) vorschreibt, und OpenID4VCI und OpenID4VP sind die Protokolle für Ausstellung und Präsentation.
Über den Einsatz entscheiden praktische Fragen mehr als das Format: wie Verifizierer Schlüssel von Ausstellern beziehen und ihnen vertrauen (Vertrauenslisten, X.509, DIDs, OpenID Federation), wie der Widerruf funktioniert (Statuslisten), wie Inhaber nachweisen, dass das Credential an sie ausgestellt wurde (Key Binding), und wie verknüpfbar wiederholte Präsentationen sind.