Eine TLS-Verbindung durchläuft einen Handshake (Version, Cipher Suite und Gruppe für den Schlüsselaustausch aushandeln, Key Shares austauschen, sich mit Zertifikaten und Signaturen authentifizieren, Schlüssel ableiten) und danach das Record-Protokoll, das Anwendungsdaten mit einem AEAD verschlüsselt. TLS 1.3 ist inzwischen in RFC 9846 (Juli 2026) spezifiziert, der RFC 8446 sowie RFC 5246 (TLS 1.2) ablöst und Anforderungen an Implementierungen von TLS 1.2 ergänzt; TLS 1.0 und 1.1 wurden mit RFC 8996 (2021) für veraltet erklärt.
Geschichte: SSL 2.0 (1995) und 3.0 (1996) stammten von Netscape; es folgten TLS 1.0 (1999), 1.1 (2006), 1.2 (2008) und 1.3 (2018). Jede Generation entfernte gebrochene Konstruktionen; am Ende steht TLS 1.3, das nur noch Schlüsselaustausch mit Forward Secrecy und AEAD-Cipher-Suites erlaubt und den Handshake verschlüsselt.
Varianten: DTLS für Datagramme (DTLS 1.3, RFC 9147), QUIC (das den Handshake von TLS 1.3 einbettet) und mTLS, wenn Clients Zertifikate vorlegen. Die Umstellung auf Post-Quanten-Kryptografie findet im Schlüsselaustausch statt (hybride Gruppen wie X25519MLKEM768) und später bei den Zertifikaten. „SSL“ lebt nur noch als Name weiter: SSL-Zertifikate, OpenSSL, Konfigurationsdirektiven mit dem Präfix ssl_.